Das Altersvorsorge-Depot ist das Ergebnis einer großen Reform der privaten Altersvorsorge. Es wurde entwickelt, um den Bürgern eine bessere Möglichkeit zu bieten, für das Alter vorzusorgen und gleichzeitig von staatlichen Förderungen zu profitieren.
Neuer Entwurf des Altersvorsorge-Depots
Der erste Entwurf des Altersvorsorge-Depots wurde Ende 2025 vorgestellt. In der aktuellen Planung können Sparer bis zu 13.680 Euro pro Jahr einzahlen. Dies setzt sich zusammen aus einer geförderten Einzahlung von 1.800 Euro pro Jahr und einer zusätzlichen ungeförderten Einzahlung von 5.040 Euro.
Ab 2027 sollen zudem staatlich geförderte Investitionen in weltweite Aktien-ETFs möglich sein, was das Depot für viele Anleger attraktiver macht.
Steuerliche Vorteile und Kosten
In der Ansparphase des Altersvorsorge-Depots fällt keine Abgeltungssteuer an. Dies gilt auch für die Vorabpauschalen, was einen erheblichen Steuervorteil darstellt. Allerdings müssen bei einer Kündigung des Depots alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden.
Der Kostendeckel für Standardprodukte im Altersvorsorge-Depot beträgt bis zu 1,5 Prozent pro Jahr. Beobachter warnen jedoch, dass dieser Steuervorteil nicht durch hohe Kosten für das Depot oder mögliche Steuerrückzahlungen bei der Auszahlung aufgefressen werden darf.
Reaktionen und Ausblick
Vertreter von Verbraucherorganisationen fordern verpflichtende Angaben der gesamten Kosten, um Schlupflöcher für Anbieter zu vermeiden. „Wir bleiben für Sie dran am Thema und erklären Ihnen in Zukunft noch im Detail, in welchen Fällen sich das AV-Depot ganz besonders lohnt – und in welchen gar nicht,“ heißt es in einer Stellungnahme.
Die nächsten Schritte in der Umsetzung des Altersvorsorge-Depots werden von den zuständigen Behörden und der Politik genau beobachtet. Details bleiben unbestätigt.