Am 14. Juni 2025 berichtete Air Baltic von dem ersten Totalschaden eines Airbus A220-300, was erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Fluggesellschaft hat. Das betroffene Flugzeug mit der Seriennummer 55050, bekannt als YL-AAO, erlitt während eines APU-Tests irreparable Hitzeschäden.
Die Fluggesellschaft, die derzeit eine Flotte von 53 A220-300 betreibt, schrieb das beschädigte Flugzeug zum Ende des Geschäftsjahres 2025 ab. Air Baltic hatte das Flugzeug im März 2019 von der Leasinggesellschaft Avation PLC erhalten.
Die finanziellen Folgen dieses Vorfalls sind gravierend. Air Baltic verzeichnete für das Jahr 2025 einen Nettoverlust von 44,3 Millionen Euro, wobei ein negativer Effekt von 6,2 Millionen Euro auf die jährlichen Ergebnisse zurückzuführen ist. Nach der Schadensregulierung wird eine Versicherungsauszahlung von voraussichtlich 33,4 Millionen US-Dollar erwartet, was die Verluste jedoch nicht vollständig ausgleichen wird.
Nach Abzug der Versicherung wird ein Verlust von 7,2 Millionen US-Dollar für Air Baltic verbleiben. Die Fluggesellschaft erklärte, dass „die wirtschaftliche Reparatur des Airbus A220 nicht mehr möglich“ sei, und das Flugzeug werde nach Abschluss des Schadensregulierungsprozesses an den Versicherer übergeben.
Dieser Vorfall markiert den ersten Totalschaden eines Airbus A220 seit dessen Erstflug im Jahr 2013 und wirft Fragen zur Sicherheit und Zuverlässigkeit des Modells auf. Details bleiben unbestätigt.