Kane und Bellingham nur auf der Bank - Tuchel erklärt seine Wechsel - BILD
Im Spiel um Platz 3 der Weltmeisterschaft in Miami trafen England und Frankreich aufeinander. Überraschend fehlten bei England wichtige Spieler wie Harry Kane und Jude Bellingham in der Startformation. Trainer Thomas Tuchel erklärte diese Entscheidungen mit der hohen Belastung der Spieler und den schwierigen Bedingungen während des Turniers.
Tuchel nannte die Partie ein Spiel, das „keiner meiner Spieler und keiner der französischen Spieler bestreiten möchte“. Er betonte die vielen zurückgelegten Kilometer, die Reisestrapazen, einen Tag weniger Erholung und die Spiele in großer Höhe sowie in der Hitze von Miami als Gründe für die Schonung einiger Akteure. Er ließ offen, ob die zurückgehaltenen Spieler später noch zum Einsatz kommen könnten.
Aufstellungen und Spielerwechsel
Die Startelf Englands setzte sich zusammen aus D. Henderson, Quansah, Konsa, Guehi, Spence, Rice, Eze, Saka, Rogers, Rashford und Toney. Auf der Bank blieben unter anderem Harry Kane und Jude Bellingham.
Auch Frankreich nahm Änderungen vor, wenn auch in geringerem Umfang. Dayot Upamecano und Ousmane Dembélé saßen zunächst auf der Bank. Michael Olise und Kylian Mbappé hingegen starteten für die französische Mannschaft.
Die Startaufstellung Frankreichs umfasste Maignan, Gusto, Konaté, Lacroix, Theo Hernández, Zaïre-Emery, Rabiot, Olise, Cherki, Doué und Mbappé.
Hintergrund der Begegnung
England hatte das Halbfinale der Weltmeisterschaft mit 1:2 gegen Argentinien verloren. Frankreich unterlag im Halbfinale Spanien mit 0:2. Für beide Mannschaften ging es in diesem Spiel somit um die Bronzemedaille des Turniers.
Unabhängig vom Spiel um Platz 3 gab es weitere Entwicklungen rund um die Weltmeisterschaft. Kylian Mbappé bedankte sich in einem emotionalen Brief bei Nationaltrainer Didier Deschamps vor dessen letztem Spiel. Unter Deschamps gewann Frankreich im Jahr 2018 die Weltmeisterschaft in Russland und im Jahr 2021 die Nations League. Im WM-Finale 2022 unterlag das Team Argentinien im Elfmeterschießen.
Der FIFA-Beauftragte des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, verteidigte die argentinische Nationalmannschaft nach einem Plakat mit politischer Botschaft. Die Regierung der Falklandinseln und die britische Regierung forderten eine Untersuchung durch die FIFA, da der Weltverband politische Botschaften bei Spielen untersagt. Die unabhängige Disziplinarkommission der FIFA prüft derzeit die Spielberichte und die Umstände, um über mögliche weitere Schritte zu entscheiden.
Der DFB-Präsident Bernd Neuendorf und andere deutsche Fußball-Spitzenfunktionäre verzichteten auf einen Besuch des WM-Endspiels zwischen Argentinien und Spanien. Dies wurde nach dem frühen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bekannt gegeben.
Gianni Infantino, der Präsident des Weltverbands FIFA, legte während der Weltmeisterschaft in Nordamerika eine beträchtliche Strecke mit Privatjets zurück. Nach Berechnungen flog er bis vor dem Finalwochenende insgesamt 93.524 Kilometer. Diese Flüge verursachten einen CO2-Ausstoß von knapp 813 Tonnen.
Das spanische Team sagte wegen eines Gewitters das Abschlusstraining vor dem WM-Finale ab. Dies betraf auch Spieler wie Lamine Yamal und Pedro Porro, die zuvor angeschlagen waren. Die spanischen Spieler erwarteten eine Rekordprämie für den WM-Titel, wobei 45 Prozent der FIFA-Prämie an den Kader ausgezahlt werden sollten, was rund 19,7 Millionen Euro entspräche.
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Source: bild.de