WM 2026: Schweiz-Held trifft und tritt in große Fußstapfen: Müller, Mbappé, Manzambi!
Schweiz besiegt Kanada in Vancouver
Die Schweiz hat ihr abschließendes Vorrundenspiel gegen Kanada mit 2:1 gewonnen und sich damit den Gruppensieg in der Gruppe B gesichert. Das Spiel fand in Vancouver statt, wo die Eidgenossen eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit zeigten. Rubén Vargas erzielte in der 46. Minute die Führung, gefolgt von Johan Manzambi in der 57. Minute, der das 2:0 markierte. Für Kanada traf der eingewechselte Promise David in der 76. Minute zum 1:2-Endstand.
Mit diesem Sieg erreichte die Schweiz sieben Punkte und belegte den ersten Platz in der Gruppe. Kanada, mit vier Punkten, sicherte sich aufgrund des besseren Torverhältnisses den zweiten Platz vor Bosnien-Herzegowina, das ebenfalls vier Punkte hatte. Bosnien-Herzegowina besiegte Katar mit 3:1 und hat nun berechtigte Hoffnungen, als einer der besten acht Gruppendritten ebenfalls die K.o.-Runde zu erreichen. Katar schied mit nur einem Zähler als Gruppenletzter aus.
Der befürchtete Nichtangriffspakt zwischen der Schweiz und Kanada, die beide bereits mit einem Remis sicher weiter gewesen wären, blieb aus. Beide Teams spielten auf Angriff, um den Gruppensieg zu erringen. Schweiz-Coach Murat Yakin setzte von Beginn an auf Freiburgs Manzambi und den ehemaligen Augsburger Vargas, die zuvor als Joker erfolgreich waren.
Manzambis entscheidende Rolle und historische Leistung
Johan Manzambi, der beim SC Freiburg unter Vertrag steht, spielte eine entscheidende Rolle in der Partie. Nach dem Wiederanpfiff bediente er Vargas, der in der 46. Minute das 1:0 erzielte. Elf Minuten später traf Manzambi selbst und erzielte mit seinem dritten WM-Tor bei diesem Turnier das 2:0 für die Schweiz. Mit nun vier Scorerpunkten (drei Tore, eine Vorlage) tritt Manzambi in die Fußstapfen großer Namen.
Der Freiburger ist erst der dritte U21-Spieler in diesem Jahrhundert, der vier oder mehr Torbeteiligungen bei einer Weltmeisterschaft vorweisen kann. Zuvor gelang dies nur Frankreich-Superstar Kylian Mbappé im Jahr 2018 mit vier Scorern und Thomas Müller im Jahr 2010 mit acht Scorern.
Die Freude über den Erfolg war bei Manzambi groß. Er äußerte, dass sie viel Spaß gehabt hätten und er ein Tor geschossen habe. Er freute sich darauf, seine Großmutter anzurufen.
Für Kanada traf Promise David kurz nach seiner Einwechslung. Die Co-Gastgeber drängten danach auf den Ausgleich, doch die Schweiz verteidigte erfolgreich und sicherte sich den Sieg und den Gruppensieg.

Spielverlauf und Ausblick
Das Spiel begann mit einer abtastenden und kampfbetonten Phase. In der 11. Minute hatte Breel Embolo eine große Chance, scheiterte aber an Kanadas Torhüter Maxime Crépeau. Auch Manzambis Nachschuss wurde geblockt. Die Schweiz hatte zunächst mehr vom Spiel und agierte strukturierter nach vorne. Nach etwa 20 Minuten fand auch Kanada besser ins Spiel, wobei die Partie von Zweikämpfen und Unterbrechungen geprägt war. Kanadas Cyle Larin hatte in der 33. Minute eine Gelegenheit, sein Schuss war jedoch zu harmlos. Kurz vor der Pause parierte Gregor Kobel einen Schuss von Ali Ahmed.
Die zweite Hälfte begann turbulent. Nach dem Führungstreffer durch Vargas und dem Ausbau der Führung durch Manzambi wirkte Kanada zunächst geschockt. Trainer Jesse Marsch belebte das Spiel der Kanadier durch einen Dreifachwechsel, der zum Anschlusstreffer durch Promise David führte. David benötigte nach seiner Einwechslung nur eine Minute und zehn Sekunden, um zu treffen, was das zweitschnellste Jokertor bei dieser WM war. Nur Schwedens Matthias Svanberg traf gegen Tunesien noch schneller, in 18 Sekunden.
Trotz des Drucks von Kanada, das viele Flanken und Abschlüsse verzeichnete, konnte Kobel nicht erneut überwunden werden. Die Schweiz hielt dem Powerplay stand. Kanadas Trainer Jesse Marsch kommentierte nach dem Spiel, dass sie zu Beginn nicht aggressiv genug gewesen seien, aber die Reaktion des Teams gestimmt habe. Er betonte, dass sie das Spiel analysieren und die richtigen Schlüsse ziehen würden.
Die Schweiz bleibt nach dem Gruppensieg in Vancouver und trifft im Sechzehntelfinale am 3. Juli auf einen Gruppendritten aus Gruppe E, F, G, I oder J. Kanada reist für das Sechzehntelfinale nach Los Angeles, wo sie am Sonntag auf den Zweitplatzierten der Gruppe A treffen werden, der Südkorea, Tschechien oder Südafrika sein könnte.
Ein emotionaler Moment vor dem Anpfiff war die Anwesenheit von Kanadas Ismaël Koné, der sich im ersten Spiel gegen Katar einen Beinbruch zugezogen hatte und im Rollstuhl ins Stadion gefahren wurde. Er erhielt Standing Ovations von den Fans. Mit Kanada sowie den bereits qualifizierten Mexiko und den USA sind alle drei Gastgeber in der K.o.-Runde vertreten.
Source: bild.de