Was Beobachter sagen
„Die leider auch wieder viele Fahrgäste treffen werden“, äußerte die Gewerkschaft Verdi in einer Stellungnahme zu den bevorstehenden Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr in Nürnberg. Die Gewerkschaft hat für Donnerstag, den 19. März 2026, zu diesen Streiks aufgerufen, die am Mittwochabend, den 18. März 2026, beginnen werden.
Die Streikmaßnahmen in Nürnberg sind Teil eines umfassenderen Arbeitskampfes, der auch andere Städte betrifft. Insgesamt sind neun Städte von den angekündigten Streiks betroffen, darunter Fürth, Schwabach, Bamberg und Bayreuth. In Fürth wird der Streik von Donnerstag, den 19. März 2026, um 4 Uhr bis Samstag, den 21. März 2026, um 4 Uhr durchgeführt. In Schwabach wird der öffentliche Nahverkehr von Donnerstag, den 19. März 2026, 0 Uhr bis Freitag, den 20. März 2026, 0 Uhr stillstehen.
Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 670 Euro für die etwa 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen. Diese Forderung könnte zu einer Erhöhung der Personalkosten im kommunalen Nahverkehr um 25 Prozent führen, sollte sie erfüllt werden. Die Situation hat sich in den letzten Jahren verschärft, was die Forderungen der Gewerkschaft umso dringlicher erscheinen lässt.
„Allmählich drängt sich der Eindruck auf, dass sie erwarten, die Kolleginnen und Kollegen sollten den ÖPNV in diesem Jahr, im nächsten Jahr und vielleicht noch die nächsten zehn bis 15 Jahre aus eigener Tasche mitfinanzieren“, sagte Sinan Öztürk, ein Vertreter der Gewerkschaft, und verdeutlichte damit die Frustration der Beschäftigten über die derzeitige Situation.
In Bamberg wird der reguläre Stadtbusverkehr am Donnerstag, den 19. März 2026, vollständig eingestellt, während in Bayreuth nur ein eingeschränktes Grundangebot aufrechterhalten wird. Am Freitag, den 20. März 2026, und Samstag, den 21. März 2026, wird es voraussichtlich ebenfalls Einschränkungen im Nahverkehr geben, was die Mobilität der Fahrgäste stark beeinträchtigen könnte.
Die Gewerkschaft Verdi hat die Streiks als notwendig erachtet, um auf die prekären Arbeitsbedingungen und die unzureichende Bezahlung der Beschäftigten aufmerksam zu machen. Die bevorstehenden Streiks sind nicht nur ein Zeichen des Protests, sondern auch ein Versuch, die Verhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen und Löhne voranzutreiben.
Die Streikmaßnahmen in Nürnberg und den umliegenden Städten werden voraussichtlich bis Sonntag, den 22. März 2026, mit Betriebsbeginn enden. Details bleiben unbestätigt, jedoch ist mit einer hohen Beteiligung der Beschäftigten zu rechnen, da die Unzufriedenheit über die aktuellen Bedingungen groß ist.