Die FIFA Weltmeisterschaft 2026, die am 11. Juni 2026 in den USA, Mexiko und Kanada beginnt, wird von geopolitischen Spannungen überschattet. Iran, das sich als eines der ersten Länder für das Turnier qualifiziert hat, wird seine Gruppenspiele in den USA austragen, trotz des anhaltenden Krieges im Nahen Osten, der am 28. Februar 2026 zwischen Iran, den USA und Israel ausbrach.
Iran hat sich in den letzten Jahren als starke Fußballnation etabliert und hat sich für vier aufeinanderfolgende Männer-Weltmeisterschaften qualifiziert, insgesamt für sechs der letzten acht Turniere. Die erste Partie der iranischen Mannschaft in der Gruppe G findet am 15. Juni 2026 gegen Neuseeland in Los Angeles statt. Weitere Spiele sind gegen Belgien am 21. Juni 2026 und gegen Ägypten am 26. Juni 2026 in Seattle geplant.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat betont, dass die FIFA sich verpflichtet, die Weltmeisterschaft wie geplant durchzuführen und dass alle Teams teilnehmen werden. „Iran wird bei der Weltmeisterschaft sein“, erklärte Infantino und fügte hinzu: „Ich habe das Team gesehen, ich habe mit den Spielern und dem Trainer gesprochen, alles ist in Ordnung.“
Die Teilnahme Irans war zunächst aufgrund des Krieges in Zweifel gezogen worden. In einem Freundschaftsspiel gegen Nigeria in der Türkei trugen die iranischen Spieler schwarze Armbinden, um der Opfer eines Luftangriffs auf eine Schule in Iran zu gedenken, bei dem mindestens 170 Menschen, darunter Kinder und Lehrer, ums Leben kamen.
Infantino äußerte sich auch zu den geopolitischen Konflikten und sagte: „FIFA kann geopolitische Konflikte nicht lösen, aber wir sind verpflichtet, die Kraft des Fußballs und der Weltmeisterschaft zu nutzen, um Brücken zu bauen und Frieden zu fördern.“
Die FIFA hat bereits den Spielplan für alle 104 Spiele der Weltmeisterschaft bekannt gegeben, einschließlich einer neu hinzugefügten Runde der letzten 32 für das 48-Team-Turnier. Italien hingegen verpasste die Qualifikation für die Weltmeisterschaft zum dritten Mal in Folge, nachdem es im Elfmeterschießen gegen Bosnien und Herzegowina verloren hatte.
Details bleiben unbestätigt, da es Unsicherheiten gibt, dass Irans Spiele möglicherweise aufgrund des anhaltenden Krieges nach Mexiko verlegt werden könnten. Die finalen Plätze für die Weltmeisterschaft werden ebenfalls noch entschieden.