Lego plant für das Jahr 2022 eine saftige Preiserhöhung. Auch die Einkaufspreise der Händler steigen entsprechend, sodass Sets am freien Markt wesentlich teurer werden.

Die geplante Preiserhöhung liegt um die 12 Prozent der jetzigen UVP, wobei manche Sets auch 20, andere dagegen nur fünf Prozent teuer werden.

Unsere alternativen Hersteller werden sich über die Preiserhöhungen freuen. Denn es ändert sich nichts an den in den letzten Jahren immer wieder bemängelten Mängeln, wie Farbabweichungen, der großen Menge an Stickern oder bunte Steine im Inneren der Modelle, die die Kunden in Scharen zur Konkurrenz treiben. Dass sich unsere Alternativhersteller durch das Handeln LEGOs nun noch einmal günstiger positionieren können, beschleunigt die Ausbreitung der von LEGO befürchteten Konkurrenz aus Fernost, so Promobricks.

Ich gehe davon aus, dass erhöhte Rohstoff- und durch die Corona-Krise stark gestiegene Frachtpreise, aber auch eine Angleichung der europäischen UVPs, die oftmals über dem deutschen Preis liegen, LEGO zu diesem Plan veranlasst hat.

Aber es ist auch Denkbar, dass LEGO hier schlicht einen Test startet, wie die Kunden reagieren und ob sie bereit sind, die höheren Preise zu zahlen, was gar nicht so abwegig wäre.

Eine Umstellung der Produktion auf nachhaltigere Materialien, sowie das ersetzen der Plastikbeutel durch Papier könnte mit der Erhöhung jedoch auch zu tun haben.

Eines ist jedoch sicher: Unsere Hersteller und Händler aus Asien und China zahlen für ihre Kunden die Zölle aus eigener Tasche und schlagen diese nicht auf die Setpreise extra mit drauf. Und jetzt wo LEGO bald noch teurer wird, werden wieder viele sich auf den Weg machen um nach Alternativen zu suchen. Jetzt fehlen eigentlich nur noch hunderte neue Bluebrixx Stores vor Ort  – dann hat LEGO echte Probleme.

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