Für alle die ihre Klemmbausteine gerne aus dem Ausland bestellen wird es jetzt teuer.

Zum 1. Juli 2021 wird die Zollfreigrenze von 22 Euro abgeschafft. Dadurch soll der Mehrwertsteuer-Betrug eingedämmt werden und ausländische Versandhändler steuerlich nicht mehr bevorzugt werden.

Jetzt hat die Deutsche Post eine Infoseite veröffentlicht und die Abschaffung des Freibetrags bestätigt. Auf der Website heißt es, dass ab 1.7.2021 Einfuhrumsatzsteuer bereits ab dem ersten Cent erhoben wird.

 

Beispielrechnung für eine 5-Euro-Handyhülle aus China: 19 Prozent Steuern auf 5 Euro sind 85 Cent. Liefert die Deutsche Post die Handyhülle zur Hausanschrift des Kunden, werden zusätzlich 6 Euro Gebühren fällig (sogenannte Auslagepauschale). Insgesamt bezahlt der Kunde also 5 Euro für die Handyhülle plus 6,85 Euro Steuern und Gebühren = 11,85 Euro.

 

Zu den Neuregelungen gehört der Wegfall der Zollfreigrenze von 22 Euro. Das sollte eigentlich zum 1. Januar 2021 passieren, wurde aber auf den 1. Juli 2021 verschoben. Bis dahin sind Sendungen von außerhalb der EU frei von Einfuhrabgaben, wenn der Gesamtwert 22 Euro nicht überschreitet (private Geschenksendungen sind bis 45 Euro erlaubt). Erst bei höheren Beträgen werden 19% Einfuhrumsatzsteuer fällig; das entspricht der deutschen Mehrwertsteuer.

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